Wie mein Hund mir zeigte, dass ich mich selbst im Business verloren hatte

Ich hatte nicht vor, mein Business komplett zu hinterfragen. Eigentlich hatte ich ein ganz anderes Problem. Oder besser gesagt: Ich DACHTE, ich hätte ein anderes Problem. Denn der Auslöser für alles war meine Hündin Milou.

Was dann geschah, hätte ich nicht erwartet. Denn schon nach kurzer Zeit wurde klar: Es ging nicht um Milou. Sie war nur mein Spiegel. Es ging um mich. Um mein Innerstes. Aber auch um die Art, wie ich mein Business führte und wie ich mich darin selbst verloren hatte.

Was als vermeintlich äußeres Problem begann, wurde zum Spiegel für etwas viel Tieferes. Ein Prozess kam ins Rollen, der nicht geplant war, aber längst überfällig.

Und der alles verändert hat.

Wie ich mich selbst verloren habe und was ich über mich erkennen durfte

Mit Milou fühlte sich alles anstrengend an. Ich hatte das Gefühl, sie nicht im Griff zu haben. Ihre Reaktionen, ihr Verhalten, unsere Beziehung – nichts davon lief rund. Ich war überfordert, gereizt, erschöpft.

Und tief in mir machte sich das Gefühl breit, die Kontrolle verloren zu haben.

Ich buchte mir ein vermeintliches Hunde-Coaching und schnell wurde deutlich: Es ging gar nicht um meinen Hund. Milou war nicht das Problem. Sie war der Spiegel. Ein Spiegel dafür, dass ich meine Führungsrolle abgegeben hatte – in vielen Bereichen meines Lebens. Nicht nur bei Milou. Auch in meinem Business.

Ich hatte in den letzten Jahren vieles übernommen, was „man eben so macht“. Marketingstrategien, Prozesse, Verkaufslogiken… Ich habe mich angepasst, mitgezogen, durchgebissen. Ich wollte professionell wirken.

Doch je mehr ich versuchte, einem bestimmten Bild zu entsprechen, desto mehr entfernte ich mich von mir selbst. Ich habe mich ständig verglichen, mit anderen Selbstständigen, die scheinbar mühelos sichtbar waren, die regelmäßig posteten, launchten, skalierten. Und ich? Ich fühlte falsch. Wie eine leise Unternehmerin in einer lauten Welt.

Nach außen lief mein Business. Innen war ich müde. Ich funktionierte – aber ich fühlte mich nicht mehr verbunden mit dem, was ich da tat. Ich war loyal gegenüber einem System, das ich mir selbst auferlegte. Und doch hielt ich daran fest – aus Angst vor Unsicherheiten, vor finanziellen Engpässen, vor Ablehnung.

Aber je mehr ich hinschaute, desto klarer wurde: Ich war dabei, mich selbst zu verlieren. Und genau das war der Anfang vom Verstehen.


Was nicht mehr passt und warum ich jetzt klare Grenzen ziehe

Je tiefer ich im Coachingprozess bei mir selbst ankam, desto klarer wurde, wie viel ich in den letzten Jahren mitgetragen hatte, was mir nicht guttat.

Ich hatte Aufträge angenommen, obwohl mein Bauchgefühl längst Nein gesagt hatte. Ich habe Dinge möglich gemacht, obwohl sie mich überfordert haben. Ich bin über meine eigenen Grenzen gegangen – und habe es auch bei anderen zugelassen.

Einige Projekte wurden abgebrochen. Andere verliefen im Sande. Kund:innen haben sich plötzlich nicht mehr gemeldet, Rechnungen blieben offen oder Gespräche wurden aus dem Nichts abgesagt. Ich wurde geghostet, vertröstet, übersehen. Gleichzeitig erlebte ich, wie viel Geld für laut inszenierte Marketingprogramme, große Launches und schnelle Erfolge investiert wurde – und wie selbstverständlich erwartet wurde, dass meine Arbeit „möglichst günstig“ sein sollte. Und ich habe es mitgemacht. Aus Angst, aus Loyalität und aus dem Wunsch heraus, es allen recht zu machen. Aber: Das bin ich nicht (mehr).

  • Ich bin nicht hier, um Websites zu Verkaufsmaschinen zu machen.
  • Ich bin nicht hier, um Menschen in Strategien zu pressen, die nicht zu ihnen passen.
  • Ich bin nicht hier, um mitzuspielen in einem System, das Druck mit Erfolg verwechselt.

Ich arbeite mit Tiefe, echter Verbindung und einem klaren Blick für das, was da ist – sowie dem Mut, gemeinsam hinzusehen. Ich begleite keine Fassade – sondern Menschen.

Und ich weiß inzwischen: Ich kann keine Klarheit ins Außen bringen, wenn im Innen Chaos herrscht. Das gilt für mich genauso wie für meine Kund:innen. Diese Erkenntnis hat alles verändert.

Meine Business-Neuausrichtung als Selbstständige und was das nun für dich bedeutet

Rückblickend war meine Positionierung nie wirklich falsch. Aber sie war nicht verkörpert. Ich konnte sie benennen, aber ich lebte sie nicht. Noch nicht.

Das spürte man auch im Außen. Ich war nicht klar, also war mein Angebot es auch nicht. Ich zog Menschen an, die zu meiner damaligen Energie passten, nicht zu dem, wofür ich eigentlich losgehen wollte. Ich wusste tief in mir, was eigentlich richtig wäre, aber ich habe nicht konsequent danach gehandelt.

Heute ist das anders. Nicht, weil ich etwas Neues erfunden hätte. Sondern weil ich in mir selbst angekommen bin – und mein Business jetzt darauf aufbaue. Diese Business-Neuausrichtung steht auf drei Säulen:

1. Slow Marketing – bewusst sichtbar werden

Ich stehe nicht auf an Marketing, das Druck macht. Ich glaube an Strategien, die wirken – langfristig, wertebasiert und im eigenen Rhythmus. Slow Marketing bedeutet für mich: keine Dauerpräsenz, keine Social-Media-Pflicht, kein „Content um jeden Preis“. Stattdessen:

  • Klarheit über den eigenen Weg
  • Inhalte mit Substanz
  • Strategien, die dich auch dann tragen, wenn du mal nicht präsent bist
  • SEO, Blog und E-Mail-Marketing als nachhaltige Werkzeuge – nicht als To-do-Liste

Slow Marketing ist mehr als eine Methode. Es ist eine Haltung – und sie beginnt bei dir.

2. Webdesign für leise Unternehmerinnen

Ich entwickle Websites, die dich zeigen, wie du bist: Nicht lauter als nötig, aber genau richtig. Eine Website ist mehr als eine digitale Visitenkarte. Sie ist ein Zuhause. Ein Raum, in dem sich deine Kund:innen wiederfinden. Und in dem sie spüren: Hier geht es nicht um Druck – hier geht es um tiefe Verbindung.

Mein Fokus liegt auf:

  • Klarer Nutzerführung
  • Ehrlichem Design
  • Einer Customer Journey, die nicht schreit, sondern einlädt
  • Suchmaschinenfreundlichkeit – ohne Buzzwords, aber mit Substanz

Du musst nicht lauter werden, um gesehen zu werden. Du darfst sichtbar sein – auf deine Weise.

3. Strategische Begleitung – mit Tiefe und Weitblick

Ich arbeite nicht an der Oberfläche. Ich begleite Unternehmerinnen, die bereit sind, wirklich hinzuschauen. Die Fragen stellen, anstatt vorschnell Lösungen zu suchen. Die nicht jede Woche neu anfangen wollen, sondern sich nach Klarheit und Struktur sehnen.

Was du von mir erwarten kannst:

  • Strategische Beratung, die auf dich zugeschnitten ist
  • Unterstützung beim Aufbau eines nachhaltigen Systems
  • Impulse, die dich stärken, nicht überfordern
  • Und ehrliches Feedback – immer auf Augenhöhe

Was all diese Säulen verbindet, ist ein Wert, der für mich nicht verhandelbar ist: Selbstfürsorge im Business.

Denn Klarheit im Außen beginnt immer bei dir selbst.

Für wen ich jetzt da bin und für wen nicht

Ich bin nicht mehr für alle da. Und das ist eine meiner wichtigsten Entscheidungen der letzten Monate.

  • Ich arbeite heute mit Menschen, die bereit sind, ehrlich hinzuschauen.
  • Die nicht nur eine neue Website wollen, sondern echte Klarheit über ihre Ausrichtung.
  • Die raus wollen aus dem Hamsterrad aus Content-Druck, Vergleich und „man müsste mal…“

Ich begleite keine schnellen Lösungen. Ich begleite Prozesse. Ich gehe mit – aber ich nehme niemandem die Verantwortung ab.

  • Wenn du eine klare Strategie suchst, aber Raum für Tiefe brauchst.
  • Wenn du bereit bist, deine Sichtbarkeit neu zu denken.
  • Wenn du offen bist für ehrliches Feedback, für echte Verbindung und für nachhaltige Veränderung, dann bist du bei mir richtig.

Ich arbeite am liebsten mit leisen Unternehmerinnen, die wissen, dass sie nicht lauter werden müssen, um gesehen zu werden, sondern klarer. Und ich wünsche mir Kund:innen, die mich und meine Arbeit wirklich sehen. Die wissen, was es bedeutet, in echte Zusammenarbeit zu investieren – zeitlich, emotional, finanziell. Die nicht „schnell fertig“ sein wollen, sondern etwas aufbauen, das trägt.

Das ist es, was ich heute anbiete. Und was ich mir wünsche.

Ein leiser Neubeginn

Diese Business-Neuausrichtung war nicht geplant. Aber sie war notwendig. Und sie hat mich tief verändert. Ich bin noch unterwegs, nicht „fertig“, aber klarer als je zuvor. Mit jeder Entscheidung, in jedem Projekt und in jedem Gespräch.

Vielleicht bist du selbst an so einem Punkt. Vielleicht spürst du, dass da mehr möglich ist – aber nicht so, wie es dir bisher erzählt wurde. Vielleicht hast du das Gefühl, dass du mit dem, was du tust, nicht mehr im Einklang bist – aber noch nicht weißt, wie du es ändern sollst. Ich kann dir sagen: Du bist nicht allein. Und du musst es nicht allein herausfinden.

Wenn du dich in meiner Geschichte wiederfindest, dann melde dich gern bei mir. Erzähl mir, wo du gerade stehst. Was dich bewegt. Schreib mir einfach – ganz ohne Erwartung >> mail@nathaliebolz.de. Ich bin da. Und ich höre zu.